Witold Pilecki

Es zeigt Rittmeister Witold Pilecki, die polnische Flagge, patriotische Parolen und einen Ausschnitt des Tores von Auschwitz-Birkenau.

Das Wandbild zeigt Rittmeister Witold Pilecki (1901–1948), die polnische Flagge, patriotische Parolen und einen Ausschnitt des Tores von Auschwitz-Birkenau. Es entstand auf Initiative der Bewohner des Gebäudes in Zusammenarbeit mit dem Stargarder Patriotischen Klub und dem Institut für Nationales Gedenken (IPN).

Witold Pilecki war Offizier der Polnischen Armee und Teilnehmer am Polnisch-Sowjetischen Krieg sowie am Septemberfeldzug 1939. Während der deutschen Besatzung war er im Untergrund aktiv und einer der Mitbegründer der Geheimen Polnischen Armee. 1940 ließ er sich freiwillig verhaften, um in das deutsche Konzentrationslager Auschwitz zu gelangen, Informationen über die dortigen Verhältnisse zu sammeln und eine Widerstandsbewegung aufzubauen.

In Auschwitz war Pilecki konspirativ tätig und schmuggelte Informationen über die im Lager verübten Massenmorde nach draußen. Nach seiner Flucht aus Auschwitz im Jahr 1943 setzte er seine Untergrundarbeit fort. Nach dem Krieg blieb er in Polen und war in den Strukturen des Unabhängigkeitsuntergrunds tätig.

1947 wurde er von Funktionären des kommunistischen Sicherheitsapparats verhaftet. Nach einem Schauprozess, in dem ihm unter anderem sein Einsatz für die Unabhängigkeit Polens vorgeworfen wurde, wurde er zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 25. Mai 1948 im Mokotów-Gefängnis in Warschau vollstreckt. Sein Grab blieb viele Jahre unbekannt.
Das Wandbild erinnert an Pilecki vor allem als Zeugen der Geschichte und Kämpfer des polnischen Widerstands, und die Darstellung des Tores von Auschwitz verweist auf eine der wichtigsten Etappen seines Wirkens – seinen freiwilligen Aufenthalt im Lager und seine Berichte über die nationalsozialistischen Verbrechen.

Praktische Informationen

  • Adresse:
    Rotmistrza Witolda Pileckiego 5
  • Autor:
    Maciej „Kreda“ Jurkiewicz
  • Jahr:
    2024
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